Pflegeanleitung
Alles, was wir herstellen, ist auf Langlebigkeit ausgelegt – doch damit es lange gut aussieht, braucht es Pflege. Leder gewinnt durch Politur an Tiefe. Wildleder erhält durch Bürsten seine ursprüngliche Ausstrahlung zurück. Seide bewahrt ihren Glanz, wenn sie richtig gelagert wird. Ein paar Minuten Aufmerksamkeit nach jedem Tragen machen den Unterschied zwischen einem Schuh, der zwei Jahre hält, und einem, der zwanzig Jahre hält.
Lederschuhe
Gepflegtes Leder — Tägliche Pflege
Wischen Sie die Oberfläche nach jedem Tragen mit einem weichen, trockenen Tuch ab, um Staub zu entfernen, bevor er die Oberfläche stumpf macht. Das dauert zehn Sekunden und erspart später viel Arbeit.
Tragen Sie einmal pro Woche – oder immer dann, wenn das Leder trocken aussieht – mit einem weichen Tuch eine dünne Schicht passender Schuhcreme auf (schwarz für schwarze Schuhe, braun für braune oder neutral für hellere Farbtöne). Arbeiten Sie sie mit kleinen kreisenden Bewegungen ein, lassen Sie sie fünf Minuten einwirken und polieren Sie anschließend mit einer Rosshaarbürste oder einem sauberen Tuch, bis die Oberfläche glänzt.
Tipp: Verwenden Sie bei gewachstem oder patiniertem Leder eine etwas dunklere Creme, um den Antik-Effekt zu verstärken, oder eine farbneutrale Creme, um den bestehenden Farbton zu erhalten.
Gepflegtes Leder — Intensivpflege
Tragen Sie alle zwei bis drei Monate einen hochwertigen Lederconditioner auf, um zu verhindern, dass das Leder austrocknet, rissig wird oder seine Geschmeidigkeit verliert. Der Conditioner führt die natürlichen Öle zurück, die durch regelmäßiges Tragen entzogen werden.
Tragen Sie eine kleine Menge mit einem weichen Tuch auf und verteilen Sie sie gleichmäßig über den gesamten Schaft. Lassen Sie sie 15–20 Minuten einziehen und polieren Sie anschließend vorsichtig. Überpflegen Sie das Leder nicht – zu viel Produkt kann die Poren verstopfen und die Oberfläche stumpf machen.
Kalbsleder ist feiner genarbt als Rindsleder und profitiert von einer häufigeren Pflege – alle sechs bis acht Wochen sind ideal.
Gepflegtes Leder — Nasses Wetter
Wenn Ihre Lederschuhe nass werden, verwenden Sie keine direkte Wärme – weder Haartrockner noch Heizkörper oder Sonnenlicht. Wärme trocknet Leder ungleichmäßig und führt zu Rissen.
Stattdessen: Ziehen Sie die Schuhe aus, stopfen Sie sie fest mit Zeitungspapier oder Papiertüchern aus, um Feuchtigkeit aufzunehmen und die Form zu bewahren, und lassen Sie sie bei Raumtemperatur an der Luft trocknen. Sobald sie vollständig trocken sind, pflegen und polieren Sie das Leder wie gewohnt. Die gewachste Oberfläche unserer Schuhe bietet einen gewissen natürlichen Schutz gegen Wasser, dennoch sollte längere Nässe vermieden werden.
Gepflegtes Leder — Aufbewahrung
Setzen Sie nach jedem Tragen Zedernholz-Schuhspanner ein. Zedernholz nimmt Feuchtigkeit auf, neutralisiert Gerüche und bewahrt die Form des Schuhs – besonders wichtig für den Zehenbereich und den Rist, wo sich zuerst Falten bilden.
Bewahren Sie die Schuhe außerhalb des regelmäßigen Wechsels in einem Staubbeutel auf. Vermeiden Sie Plastiktüten, da sich darin Feuchtigkeit staut und Schimmel entstehen kann. Lagern Sie die Schuhe an einem kühlen, trockenen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung, da diese das Leder mit der Zeit ausbleichen und austrocknen kann.
Wenn Sie mehrere Paar besitzen, sollten Sie sie abwechselnd tragen – niemals dasselbe Paar an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Das ist das Beste, was Sie für ihre Langlebigkeit tun können. So haben Leder und Futter einen ganzen Tag Zeit zum Trocknen und Erholen.
Gepflegtes Leder — Pflege von Brogue-Schuhen und Beschlägen
Bei Schuhen mit Brogue-Perforationen (Cap-Toe-Oxfords) reinigen Sie die Löcher regelmäßig mit einer Bürste mit weichen Borsten, um angesammelte Schuhcreme und Staub zu entfernen, die die dekorativen Lochungen verstopfen können.
Bei Schuhen mit Metallbeschlägen (Horsebit-Loafern, Monkstrap-Schnallen) wischen Sie die Beschläge nach jedem Tragen mit einem trockenen oder leicht feuchten Tuch ab. Vermeiden Sie chemische Reiniger oder scheuernde Materialien, da diese die Oberfläche matt machen oder zerkratzen können. Die Beschichtung in Gold- und Silberoptik behält ihren Glanz bei sanfter, regelmäßiger Pflege.
Wildlederschuhe
Wildleder — Pflege im Alltag & Bürsten
Bürsten Sie das Wildleder nach jedem Tragen mit einer weichen Wildlederbürste, immer in eine Richtung, um den Flor wieder aufzurichten und Oberflächenstaub zu entfernen. Bürsten gegen den Strich löst Schmutz; Bürsten mit dem Strich glättet die Oberfläche. Regelmäßigkeit ist wichtiger als die Technik – ein kurzes Bürsten nach jedem Tragen hält das Wildleder frisch.
Bei Lammleder-Wildleder sollten Sie sanfter vorgehen – der Flor ist feiner und dichter als bei Rindswildleder und eignet sich besser für vorsichtiges Bürsten.
Wildleder — Schutz
Tragen Sie vor dem ersten Tragen ein Wildleder-Imprägnierspray auf und wiederholen Sie die Anwendung alle vier bis sechs Wochen oder häufiger, wenn die Schuhe regelmäßig getragen werden. Das Spray bildet eine unsichtbare Barriere gegen Wasser und Flecken, ohne die Farbe oder Struktur des Wildleders zu verändern.
Wenden Sie das Produkt an einem gut belüfteten Ort an, halten Sie die Dose 15–20 cm von der Oberfläche entfernt und sprühen Sie es in gleichmäßigen Bahnen auf. Lassen Sie die Schuhe vor dem Tragen vollständig trocknen.
Wildleder — Fleckenentfernung
Bei trockenen Flecken (Staub, Schmutz, leichte Verschmutzungen): Verwenden Sie einen Wildlederradierer. Reiben Sie vorsichtig über den Fleck und bürsten Sie anschließend den Flor mit einer Wildlederbürste wieder in Form.
Bei Wasserflecken: Befeuchten Sie den gesamten Schuh leicht mit einem sauberen, feuchten Tuch, um den Wasserfleck auszugleichen. Stopfen Sie ihn anschließend mit Zeitungspapier aus und lassen Sie ihn vollständig an der Luft trocknen. Bürsten Sie nach dem Trocknen den Flor, um die Struktur wiederherzustellen. Das klingt widersprüchlich, funktioniert aber – durch den Ausgleich der Feuchtigkeit wird ein sichtbarer Rand verhindert.
Bei Öl- oder Fettflecken: Tragen Sie Maisstärke oder Talkumpuder auf den Fleck auf, lassen Sie es über Nacht einwirken, damit das Öl absorbiert wird, bürsten Sie es anschließend ab und verwenden Sie danach den Wildlederradierer. Bei hartnäckigen Flecken bringen Sie die Schuhe zu einer professionellen Wildlederreinigung.
Wildleder — Nasses Wetter
Leichter Nieselregen ist unproblematisch – besonders, wenn das Wildleder mit einem Imprägnierspray behandelt wurde. Längerer Kontakt mit starkem Regen sollte jedoch vermieden werden. Wasser kann das Wildleder dauerhaft verfärben, verformen und den Flor plattdrücken, wenn es vollständig durchnässt ist.
Wenn die Schuhe doch nass werden: Stopfen Sie sie fest mit Zeitungspapier aus, lassen Sie sie bei Raumtemperatur an der Luft trocknen (niemals mit direkter Wärme) und bürsten Sie sie vorsichtig, sobald sie vollständig trocken sind, um den Flor wieder aufzurichten.
Rindswildleder (mit starkem Glanz und Narbenstruktur) ist dichter und verträgt Feuchtigkeit besser als Lammleder-Wildleder. Lammleder sollte bei Nässe besonders vorsichtig behandelt werden.
Wildleder — Aufbewahrung
Nach jedem Tragen Zedernholz-Schuhspanner einsetzen – besonders wichtig bei weichen, unstrukturierten Velourslederschuhen, die eher Falten bilden und ihre Form verlieren als strukturierte Lederschuhe.
In einem Staubbeutel an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahren. Kunststoff vermeiden und nicht direktem Sonnenlicht aussetzen, da die Farbe des Veloursleders mit der Zeit verblassen kann. Bei längerer Aufbewahrung vor dem Verstauen im Beutel eine dünne Schicht Veloursleder-Schutzspray auftragen.
Seidenkrawatten
Seidenkrawatten – Nach jedem Tragen
Den Knoten nach jedem Tragen vorsichtig lösen – dazu das schmale Ende rückwärts durch den Knoten ziehen, statt die Krawatte ruckartig zu öffnen. Ein gewaltsames Lösen belastet die Seidenfasern und kann zu dauerhaften Verformungen der Einlage führen.
Die Krawatte auf einen Krawattenhalter hängen oder für einige Stunden über einen Kleiderbügel legen, damit sich die Falten vom Knoten auf natürliche Weise glätten. Alternativ die Krawatte vom schmalen Ende aus locker aufrollen und in einer Schublade aufbewahren – durch Aufrollen bleibt die Form der Spitze besser erhalten als durch Falten.
Seidenkrawatten – Falten entfernen
Seidenkrawatten nicht direkt bügeln. Die Hitze und der Druck eines Bügeleisens können die Einlage zerdrücken und einen dauerhaften Glanz auf der Seidenoberfläche hinterlassen.
Stattdessen die Krawatte nach einer heißen Dusche in einem dampfigen Badezimmer aufhängen oder einen handgeführten Dampfglätter auf niedrigster Stufe verwenden und ihn 10–15 cm von der Oberfläche entfernt halten. Der Dampf entspannt die Fasern ohne direkten Kontakt. Bei hartnäckigen Falten die Krawatte flach hinlegen, ein leicht feuchtes Baumwolltuch darüberlegen und mit einem Bügeleisen auf niedrigster Temperatur sehr leicht darüberpressen – das Tuch dient als Schutzbarriere.
Seidenkrawatten – Fleckentfernung
Bei frischen Flecken: sofort abtupfen mit einem sauberen, trockenen Tuch. Nicht reiben – dadurch wird der Fleck tiefer in die Seidenfasern gedrückt und die Webstruktur kann beschädigt werden.
Bei trockenen Flecken oder eingetrockneten Verschmutzungen: die Krawatte zu einer professionellen chemischen Reinigung mit Erfahrung in der Behandlung von Seide bringen. Seidenkrawatten nicht zu Hause waschen – Wasser kann dazu führen, dass die Farben der garngefärbten Seide ausbluten und die Einlage einläuft und sich zusammenzieht.
Vorbeugen ist die beste Pflege: Beim Essen aufmerksam sein und die Krawatte gegebenenfalls lockern oder abnehmen. Ein Fleck auf bedruckter Seide bleibt an der Oberfläche; ein Fleck auf garngefärbter Jacquardseide dringt in die Webstruktur ein und lässt sich schwerer entfernen.
Seidenkrawatten – Aufbewahrung
Krawatten entweder hängend an einem Krawattenhalter (dort können sich Falten auf natürliche Weise glätten) oder locker gerollt in einer Schublade aufbewahren (so wird empfindliche Seide nicht durch das Hängen belastet).
Krawatten nicht flach gefaltet aufbewahren – die Falzlinie kann dauerhaft sichtbar bleiben. Nicht direktem Sonnenlicht aussetzen, da die Seidenfarben mit der Zeit verblassen. Für Reisen die Krawatte um eine kleine Pappröhre rollen oder in einem Krawattenetui aufbewahren, um ein Zerdrücken zu verhindern.
Nylonsocken
Nylonsocken – Waschen
Von Hand in kühlem Wasser mit einem milden Waschmittel waschen, damit das Produkt möglichst lange hält. Bei Maschinenwäsche einen Schonwaschgang in einem Wäschenetz verwenden – so werden Hängenbleiben, Ausleiern und Verheddern mit schwereren Kleidungsstücken verhindert.
Dunkle und kräftige Farben getrennt waschen, um ein Abfärben zu verhindern — dies ist besonders bei gesättigten Farben (Rot, Lila, Koralle) und beim ersten Waschen eines neuen Paars wichtig.
Nicht bleichen. Bleichmittel zersetzen die Nylonfasern und lassen die Farben unwiederbringlich verblassen.
Nylonsocken — Trocknen
Flach liegend trocknen lassen oder zum Trocknen aufhängen. Nicht im Wäschetrockner trocknen — die Hitze beschädigt die Elastizität des Elastans und kann die Farbintensität beeinträchtigen. Bei gerippten Socken kann das Trocknen im Wäschetrockner außerdem die Rippstruktur dauerhaft abflachen.
Nicht bügeln. Das Nylon-Elastan-Gemisch muss nicht gebügelt werden und kann durch direkte Hitze beschädigt werden. Wenn die Socken nach dem Trocknen zerknittert sind, glättet ein leichter Dampfstoß eines Dampfglätters sie ohne direkten Kontakt.
Nylonsocken — Aufbewahrung & Langlebigkeit
Flach oder locker gefaltet aufbewahren — nicht dehnen oder fest zusammenrollen, da sich dadurch Bündchen und Rippstruktur mit der Zeit verformen können. Schubladenteiler oder ein spezieller Socken-Organizer verhindern, dass sich die Socken verheddern.
Zehennägel regelmäßig schneiden, um Hängenbleiben zu verhindern. Feines Nylon ist strapazierfähig, aber nicht unempfindlich gegenüber scharfen Kanten — ein Fadenzieher in feinem Stoff lässt sich nur schwer unsichtbar reparieren.
Bei Socken mit Kontrastdetails (Kontrastspitze, Kontrastsohle) die Socken so aufbewahren, dass der Kontrastbereich sichtbar ist, damit Sie die Farbvariante beim Anziehen schnell erkennen.
Nylonsocken — Pflege der weißen Sohle
Bei Schuhen mit weißen Gummisohlen (Pebble-Grain-Penny-Loafern) kann die weiße Sohle Flecken von Böden und Gehwegen aufnehmen.
Mit einem feuchten Tuch und einer milden Seifenlösung reinigen. Bei hartnäckigen Flecken einen weißen Radiergummi oder einen Melaminschwamm verwenden — vorsichtig reiben, bis der Fleck verschwindet. Aggressive chemische Reinigungsmittel vermeiden, da sie den Gummi mit der Zeit vergilben lassen können.
Hinweis: Dieser Abschnitt bezieht sich auf die Schuhsohle, nicht auf die Socken — wir nehmen ihn jedoch hier auf, da die weiße Sohle bei diesen Schuhen oft als Erstes gereinigt werden muss.
Seidensocken
Seidensocken — Waschen & Trocknen
Nur von Hand waschen in kühlem Wasser mit einem milden Waschmittel für Seide oder Feinwäsche. Nicht auswringen — das Wasser vorsichtig herausdrücken, indem Sie die Socken in ein sauberes Handtuch einrollen.
Auf einem Handtuch flach liegend trocknen lassen, fern von direkter Wärme und Sonnenlicht. Nicht im Wäschetrockner trocknen und nicht zum Trocknen aufhängen — nasse Seide kann sich durch das Aufhängen dehnen.
Nicht bleichen. Nicht bügeln. Bei Falten glättet ein leichter Dampfstoß eines Dampfglätters auf niedrigster Stufe die Seide ohne direkten Kontakt.
Seidensocken — Aufbewahrung
Flach oder locker gefaltet in einer Schublade aufbewahren. Seide ist eine natürliche Protein-faser und kann durch Motten beschädigt werden — verwenden Sie in der Schublade eventuell Zedernholzblöcke oder Lavendelsäckchen als natürliche Abwehr.
Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen, da diese die Seidenfarben mit der Zeit verblassen lässt. Nicht in Plastik aufbewahren, da sich darin Feuchtigkeit staut und die Seide vergilben kann.
Fragen zur Pflege eines bestimmten Produkts? Schreiben Sie uns eine E-Mail an support@lunepebbla.com und wir helfen Ihnen.